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LR Theiner zum Welttag der Krankenpflege am 12. Mai
LPA - Der Internationale Tag der Krankenpflege wird zu Ehren von Florence Nightingale, der legendären englischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege an deren Geburtstag am 12. Mai begangen. Gesundheitslandesrat Richard Theiner nimmt den Weltkrankenpflegetag zum Anlass um die Bedeutung der Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger im Südtiroler Gesundheitsdienst zu unterstreichen.
„Die Krankenpflege hat in den vergangenen Jahren eine beachtenswerte Entwicklung erfahren. Die Institution eines Pflegedirektors auf höchster Ebene, im gleichen Rang wie Sanitätsdirektor und Verwaltungsdirektor, bezeugt den Stellenwert der Krankenpflege im Südtiroler Gesundheitssystem“, sagt der Landesrat. Die Pflegedirektion gibt es in Südtirol schon seit sieben Jahren. Mit ihr wurde erstmals in Italien der Pflegebereich entschieden aufgewertet.
Das Gesundheitsressort widmet den Belangen der Krankenpflege große Aufmerksamkeit. „So wurde im vergangenen Jahr im Gesundheitsressort die Stelle der Pflegereferentin eingereichtet, die die Anliegen der Pflegeberufe wirksam einbringt“, unterstreicht Theiner. Die Krankenpflege ist in der neu eingesetzten Landeskommission für die klinische Neuordnung und die Entwicklung des Südtiroler Gesundheitsdienstes vertreten. Als direkte Ansprechpartner der Landesregierung werden die Vertreter der Pflege zusammen ihren Beitrag zur klinischen Reorganisation geben und die Neuordnung des Gesundheitsdienstes in den nächsten Jahren begleiten.
Im Jahr 2006 waren über 3000 Mitarbeiter in allen Bereichen und Stufen der Krankenpflege beschäftigt. „Mit einem Anteil von 95 Prozent liegt der Pflegebereich fast ganz in Frauenhand“, sagt Landesrat Theiner. Auch deshalb seien die Möglichkeiten von Teilzeitarbeit erweitert und gefördert worden, erklärt er. 43 Prozent der Pflegerinnen haben das Teilzeitarbeitangebot angenommen.
Die verschiedenen Ausbildungsstufen der Pflegeberufe stehen weiterhin im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Gesundheitsressorts. „Die Krankenpflege umfasst mehrere Berufsbilder, die vom Pflegerhelfer bis zum diplomierten Krankenpfleger gehen, der mit einer dreijährige Ausbildung nach der Matura im Rang einer Fachhochschulreife eine qualifizierte Fachkraft im Gesundheitsdienst ist“, erklärt Theiner. Bei den anstehenden Verhandlungen zum bereichsübergreifenden Kollektivvertrag müsse ein Weg gefunden werden, um den einzelnen Berufsbildern gerecht zu werden, meint der Gesundheitslandesrat.
Schließlich werde im Herbst 2007 eine Imagekampagne durchgeführt, die den Stellenwert des Pflegeberufes in der Öffentlichkeit hervorheben und verankern soll, kündigt Theiner an. Die Kampagne führt das Ressort für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Krankenpfleger „ISPASVI“, der „Claudiana“ und der Pflegedirektion im Sanitätsbetrieb durch.
SAN