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Ein Fest der besonderen Art: Ein Lichtermeer an der Ahr

(LPA) Die Ahr in einem anderen Licht zu präsentieren, und zwar im wörtlichen wie im übertragenen Sinne - dies war das Ziel, das die Landesabteilung Wasserschutzbauten mit einem Fest der besonderen Art an der Ahr verfolgt hat. Trotz der Minusgrade waren über 80 Personen der Einladung zum Flussfest gefolgt.

Ungewöhnliches Fest bei Minusgraden
Das Flussfest der Landesabteilung Wasserschutzbauten ging in der "Gatzaue" bei Gais über die Bühne, also in jenem Abschnitt, der Gegenstand eines umfangreichen Renaturierungs-Projektes der Abteilung ist und damit zu einem ökologischen Kleinod gemacht wird. Nach Einbruch der Dunkelheit waren die Teilnehmer allen Alters, von Kindern über Eltern bis zu Großeltern, begleitet von den Vertretern der Behörden mit Fackeln von der Schottergrube der Ahr entlang bis zu einem Lagerfeuer auf den Stockwiesen unterhalb von Uttenheim gezogen. Dort gab's Weisheiten und Geschichten zum Fluss und zum fließenden Wasser, die Toni Taschler vortrug. Von Heilkräften war darin die Rede, von schädlicher Wirkung, von allerlei Zauber und Weissagung, von Dämonen und Göttern, von Opfergaben und Verehrung.

"Wir wollten erreichen, dass sich die Menschen dem Wasser auch in einer sinnlichen Weise nähern", erklärt dazu Rudolf Pollinger, Direktor der Abteilung Wasserschutzbauten. Dieser "sinnliche" Zugang wurde im Rahmen des Flussfestes noch verstärkt, indem jener Abschnitt der Ahr in ein Lichtermeer verwandelt wurde, der in den kommenden Monaten renaturiert wird. "Es schien, als ob tausende Fackeln die Ahr davontragen würden", so der Eindruck eines Beteiligten.

Nach der Rückkehr an den Ausgangspunkt in der Schottergrube ließ Alois Brugger vom Pusterer Heimatpflegeverband die Teilnehmer an seinen Erinnerungen an die "Gatzaue" teilhaben. Für ihn sei die "Gatzaue" wie eine zweite Heimat, so Brugger. Und auch wenn seine Erinnerungen nur rund 50 Jahre zurückreichen, klangen sie für viele doch wie aus längst vergangenen Zeiten.

"Mit der ungewöhnlichen Aktion des Flussfestes wollen wir nicht nur einen neuen Zugang zum Thema Fluss öffnen", so Pollinger. "Vielmehr verfolgen wir damit auch ein konkretes Ziel im Rahmen des Renaturierungs-Projektes: den Mensch für den Lebensraum Fluss zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass Hochwasserschutz und Naturschutz sich sehr gut ergänzen können", erklärt der Abteilungsdirektor.

chr

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