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Zivilschutz: Bessere Zusammenarbeit bei Zugunglücken
(LPA) Für alle Eventualitäten gerüstet sein: Dies könnte das Motto des heute (14. Dezember) unterzeichneten Vertrages zwischen Staat, Land und Eisenbahnen sein, der eine noch bessere Zusammenarbeit im Falle eines Zugunglückes vorsieht. Im Vertrag verpflichten sich die Partner, im Falle eines Unglücks alle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die für die Rettung der Betroffenen notwendig sind. Und die entsprechenden Kosten zu tragen.
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Heute ist dieser Vorvertrag nun auf rechtlich verbindliche Beine gestellt worden. Mit der Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages durch Landeshauptmann Luis Durnwalder, Regierungskommissar Giustino di Santo sowie Paolo Scagliori, Leiter des RFI-Bezirkes Verona, heute im Bozner Bahnhof wurden die Einsatzabläufe für alle Arten von Unfällen - vom Stromausfall über einen Brand bis hin zur Entgleisung - genauestens festgelegt. Und zwar vom ersten Alarm bis zum Ende des Einsatzes.
Ziel ist und bleibt natürlich, Zugpassagiere und Personal schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen. Um dieses Ziel auch erreichen zu können, verpflichten sich alle Vertragspartner, im Ernstfall umgehend alle Einsatzkräft und Hilfsmittel zu mobilisieren, die für den Einsatz benötigt werden. Und zwar auf eigene Kosten. Wann immer es um nicht dringende Einsätze geht, ist es die RFI, die die Kosten zu tragen hat. Apropos Kosten: Der heute unterzeichnete Vertrag soll nicht nur in Sachen Effizienz ein Schritt nach vorn sein, sondern auch entsprechende Kosteneinsparungen mit sich bringen.
"Dank der Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen sind wir imstande, die Sicherheit der Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten", erklärte heute Landeshauptmann Durnwalder. "Wenn es um solch wichtige Dinge geht, dann spielen wir nicht, sondern zeigen, dass die Zusammenarbeit in Einsätzen, Übungen und in der Informationstätigkeit optimal funktioniert." Sollte es einmal notwendig sein, dann sei es möglich, innerhalb kürzester Zeit die notwendigen Mittel und Fachkräfte an den Unfallort zu bringen, so Durnwalder.
Gegenstand der heute getroffenen Vereinbarung ist das gesamte Schienennetz der RFI in Südtirol. Allerdings wird ein besonderes Augenmerk den großen Bahntunnels entlang der Brennertrasse geschenkt: dem Schlerntunnel (13,307 km), dem Kardaun-Tunnel (4,904 km) und dem Pflersch-Tunnel (7,343 km). Hier sei die Zusammenarbeit im Ernstfall besonders wichtig, waren sich die Unterzeichner heute einig.
chr