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LR Mussner auf Lokalaugenschein beim Ölbergtunnel in Pfitsch

LPA - Der steinschlag- und murengefährdete Straßenabschnitt auf der Staatsstraße Sterzing-Pfitsch (SS 508) wird mit einem so genannten Umgehungstunnel umfahren. Bautenlandesrat Florian Mussner hat sich am heutigen Montagnachmittag, 29. November 2004, ein Bild von den bisherigen Bauarbeiten für den rund 8,8 Millionen Euro teuren Tunnel gemacht. „Die Arbeiten gehen planmäßig voran“, so der Landesrat. Für den Bau des 380 Meter langen Tunnels kommt eine besondere Tunnelbaumethode zum Einsatz.

LR Mussner (Mitte) auf Lokalaugenschein beim Ölbergtunnel in Pfitsch (FOTO:LPA/Klaus Gamberoni)
Insgesamt 28 Meter des neuen Tunnels in Pfitsch sind bereits aufgefahren. Bisher wurde gegraben, nun wird der Tunnel durch Sprengungen weiter in den Berg getrieben. Der Innenradius des Tunnels beträgt 5,10 Meter und die Tunnelhöhe zirka 6,50 Meter. Gebaut wird der Tunnel nach der so genannten „NÖT – Neue Österreichische Tunnelbaumethode“. Bei dieser Bauart wird der Felsen, der den Tunnelhohlraum umgibt, durch einen Gebirgstragring zum tragenden Bauteil des Tunnels selbst macht. Dadurch ist für den eigentlichen Tunnel lediglich ein schlanker Innenausbau notwendig, was zu Kosteneinsparungen führt, ohne dass die Tragsicherheit leidet. „Mit der Tunnellösung soll der steinschlaggefährdete Streckenabschnitt auf der Straße Sterzing Pfitsch wirksam umfahren werden“, erklärt Bautenlandesrat Florian Mussner. „Es geht darum, die Bürger, die täglich diese Straße nutzen um zur Arbeit zu kommen, vor gefährlichen Situationen zu schützen“, betont der Bautenlandesrat.
Die Straße zwischen Sterzing und Pfitsch, wo der Tunnel gebaut wird, liegt am Fuße hoher Felswände wurde insbesondere im betreffenden Streckenabschnitt in der Vergangenheit immer wieder von Steinschlag und Muren unterbrochen. Steinschlagschutzmaßnahmen und Rückhaltebauwerken brachten keine Verbesserung. Auch bevor mit dem Bau des Tunnels selbst begonnen werden konnte, waren umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an den Hängen und vor allem an den geplanten beiden Tunneleingängen nötig. Messungen hatten nämlich ergeben, dass in diesem Bereich Gestein und Erde relativ leicht abrutschen könnten. Die Steinschlagbarrieren mussten sogar größer angelegt werden, als ursprünglich geplant. Außerdem ist der Geländeabschnitt mit einem modernen Monitorig-System ausgestattet, das in Gefahrensituationen sofort Alarm auslöst.
Die Straße wird auf einer Länge von insgesamt 545 Metern neu gestaltet. Bautenlandesrat Mussner konnte sich davon überzeugen, dass die Arbeiten planmäßig vorangehen. Wenn weiterhin so gearbeitet werde, seien die Arbeiten voraussichtlich im Juli 2005 abgeschlossen, so der Landesrat. Der Bau kostet dem Land rund 8,8 Millionen Euro.
Im Baustellenbereich wird die Straße vor jeder Sprengung für den gesamten Verkehr gesperrt. Gemeinsam mit der Gemeinde Pfitsch wird an einer Notverbindung des Tals gearbeitet. Die Feuerwehr, die Rettungsdienste und der Zivilschutz sollen bei Notfällen über einen Feldweg ins Tal gelangen.

SAN

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