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Rückhaltesperre im Fagenbach – Schutz für Bozen
(LPA) Zwölf Meter hoch und 30 Meter breit ist die neue Rückhaltesperre im Fagenbach in der Gemeinde Jenesien. Das Auffangbecken dahinter fasst rund 60.000 Kubikmeter Murmaterial. Dem Bauwerk des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord kommt eine besondere Aufgabe zu: Es soll künftig Bozen vor Muren schützen.
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Zum letzten Mal tobte der Fagenbach im August 1957: Nach einem Hagelgewitter stürzten riesige Schlammmengen zu Tal, traten beim Scharfeck über die Ufer und drangen fast bis zum Grieserplatz vor.
In der Folge wurden in den 70er Jahren Konsolidierungs- und Betonsperren sowie eine Rückhaltesperre unterhalb von St. Georgen errichtet. Mitte der 90er verbaute das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord auch den Durcherbach, einen Zufluss des Fagenbaches, mit Konsolidierungssperren und Holzkrainerwänden.
In den vergangenen Wochen ist nun unter der Bauleitung von Paul von Hepperger vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord die neue Rückhaltesperre im Fagenbach beim Müllerhof in der Gemeinde Jenesien dazu gekommen. Allerdings hatten sich die Bauarbeiten als sehr schwierig erwiesen. So mussten die Arbeiter rund um Vorarbeiter Albert Premstaller vor Baubeginn erst eine Zufahrt zur Baustelle anlegen.
Insgesamt wurden hier rund 490.000 Euro in die Sicherheit der Stadt Bozen investiert.
chr
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...dass Bozen dies nicht noch einmal erleben muss (August 1957).