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LR Berger: Beratung für tschechische Landwirtschaft
(LPA) Die Aufwertung ländlicher Gebiete, die Verhinderung der Abwanderung und die Rolle der EU-Programme in diesem Bereich stehen im Mittelpunkt einer Zusammenarbeit zwischen Südtirol und dem tschechischen Kreis Pardubice, die heute von Landesrat Hans Berger aus der Taufe gehoben worden ist.
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Das größte Problem der Region, so berichtete die tschechische Delegation, sei die Entvölkerung ländlicher Gebiete aufgrund einer Konzentration der Arbeitsplätze in den Ballungsräumen. Was folgt, sei die Versteppung weiter Landstriche, die früher landwirtschaftlich genutzt worden seien. "Genau hier setzen auch die Erwartungen der Delegation an", so Berger. "Es geht darum, unsere Erfahrungen mit den Maßnahmen des Ländlichen Entwicklungsplanes und anderen EU-Programmen zu vermitteln, Tipps und Anschauungsbeispiele zu geben, wie Regionalprogramme am besten umgesetzt werden können", erklärt der Landesrat.
Bis dato hat Prag weitgehend die Richtlinien der Landwirtschaftspolitik vorgegeben und den Regionen wenig Spielraum gelassen. So wurden bisher nur drei Prozent des staatlichen Landwirtschafts-Budgets von regionaler Seite verwaltet. In Zukunft werden es 13 Prozent sein. "Auch im Hinblick auf diese Ausweitung der eigenen Kompetenzen ist der Erfahrungsaustausch mit Südtirol für die Region Pardubice interessant", so Berger.
Der heute grundgelegte Austausch mit der Region soll noch weiter ausgebaut werden. "Man hat uns von tschechischer Seite ersucht, beratend bei der Umsetzung der Vorgaben aus Brüssel zur Seite zu stehen", erklärt der Landesrat. Aus diesem Grund werden die Verbindungen zu den verantwortlichen politischen und bürokratischen Stellen in der Region Pardubice weiter intensiviert.
chr