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Südtirols Raumordnung Vorbild für Steiermark - Landesrat Laimer gibt Auskunft
(LPA) Von den Anfängen des Südtiroler Raumordnungsgesetzes bis hin zum aktuellen Bausündenerlass reichte der Bogen, den Landesrat Michl Laimer heute (4. November) vor einer hochrangig besetzten Fachkommission aus der Steiermark unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Karl Wiedner spannte.
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Der Landesrat spannte in seinen Ausführungen einen weiten Bogen von den Anfängen des Südtiroler Raumordnungsgesetzes bis hin zum Bausündenerlass, der am Mittwoch in Kraft getreten ist. Darüber hinaus riss Laimer auch bereits die geplante Novellierung des Raumordnungsgesetzes in ein bis zwei Jahren an.
Großen Anklang fanden bei der Delegation aus der Steiermark die raumplanerischen Bemühungen Südtirols zur Eindämmung von Zersiedelung und unkontrollierter Verstädterung, zur Verdichtung von Baukubatur und zur weitestgehenden Ausschaltung des Zweitwohnungstourismus. "Die Siedlungspolitik der letzten 20 Jahre hat sich im großen und ganzen bewährt", unterstrich Laimer.
Allerdings seien in einigen Bereichen auch neue Lösungen gefragt, etwa beim fortschreitenden Verbrauch an Bauland, den überzogenen Grundstückspreisen oder angesichts der mangelhaften Gestaltung vieler neuer Wohnsiedlungen. Hier müssten die Gemeinden vermehrt langfristige Entwicklungskonzepte in Bauzonen ausarbeiten, so Laimer.
Im gegenseitigen Erfahrungsaustausch betonten die Gäste aus der Steiermark, dass Südtirol ein geeignetes und gut aufeinander abgestimmtes Instrumentarium zur Baulandnutzung habe. Auch sei die Zuweisung des geförderten Baulandes für die Berechtigten sehr vorteilhaft. Da die Nachfrage nach gefördertem Bauland in der Regel das Angebot übersteige, würde das vorhandene Bauland sofort genutzt. Unerwünschte private Bauspekulation könne weitestgehend ausgeschlossen werden, so das Fazit der Delegation aus der Steiermark.
Nicht minder interessante Aspekte konnte Landesrat Laimer umgekehrt aus dem Kurzreferat des Referatsleiters Örtliche Raumplanung, Daniel Kampus, aus steirischer Sicht entnehmen. Der steirische Umgang mit Gewerbebauland und mit dem Phänomen der Einkaufszentren verdiene auf jeden Fall Beachtung, so Laimer.
chr