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LR Berger zu eingestellter Wildentnahme im Nationalpark - "Ein Bärendienst"
(LPA) Enttäuscht über die Entscheidung, die Wildentnahme im Nationalpark Stilfser Joch einzustellen, hat sich Landwirtschafts-Landesrat Hans Berger gezeigt. "Wer die Schäden kennt, die aufgrund der Überpopulation an den landwirtschaftlichen Kulturen angerichtet werden, weiß, dass man sich mit dieser Entscheidung nichts Gutes tut", so Berger.
Die Organisationen, die den Stopp der Wildentnahme angestrebt haben, seien sich wohl nicht darüber bewusst, welche Schäden das Wild anrichte. "Die Bauern, die ihre Flächen im Nationalpark haben, können gegen die Schäden nichts unternehmen und müssen zusehen, wie oft beträchtliche Teile ihrer Ernte zerstört werden", so Landesrat Berger.Der Landesrat fürchtet nun, dass die Akzeptanz der Bauern gegenüber dem Nationalpark und seiner Schutzfunktion argen Schaden genommen habe, einer Einrichtung, die ihnen ohnehin bereits strengere Auflagen bei der Bewirtschaftung bringe. "Man kann nicht erwarten, dass die Bauern eine solche Entscheidung nachvollziehen oder mittragen können", so Berger.
Dies auch, weil die Entscheidung auch aus wildschützerischen Gesichtspunkten durchaus nicht unstrittig sei: "Ich glaube, man hat dem Wild im Nationalpark einen Bärendienst erwiesen", so Berger. "Schließlich ist bekannt, dass eine Überpopulation die Ausbreitung von Krankheiten wesentlich erleichtert", so der Landesrat.
chr