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LR Mussner: „Umfahrungsstraße von Forst und Töll ist notwendig“
LPA - „Bei dem Straßenbau-Projekt zur Verbindung Forst-Töll handelt es sich um keinen Ausbau der bestehenden Straße, sondern vielmehr um eine Begradigung. Diese ist vor allem aus Sicherheitsgründen notwendig“, erklärt Bautenlandesrat Florian Mussner zur Unterschriftensammlung gegen das Bauprojekt für die Strecke Forst-Töll. Der betreffende Straßenabschnitt weist laut Landesrat Mussner mehrere unübersichtliche und damit für die Verkehrsteilnehmer gefährliche Kurven und Engstellen auf und zählt zu den unfallreichsten im Lande. Somit herrsche dringender Handlungsbedarf. Vorschläge der Bürger würden auch bei diesem Projekt im Rahmen des Machbaren berücksichtigt, so der Landesrat, der sich auch zu Gesprächen bereit zeigt.
Im Rahmen des bereits im Jahre 1994 entwickelten umfassenden Verkehrskonzeptes für den Vinschgau, soll der rund 1,3 Kilometer lange Straßenabschnitt zwischen Forst und Töll größtenteils auf der bereits bestehenden Trasse begradigt werden. Flankierend möchte die Landesregierung aber auch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel fördern. „Die Landesregierung wird sich auch weiterhin für entsprechende Maßnahmen einsetzen“, unterstreicht Mussner.Auf der Strecke Forst-Töll sind ein 270 Meter langer Tunnel und ein weiterer 541 Meter langer Tunnel geplant. Mit diesen beiden Tunnels sollen künftig eine Reihe von gefährlichen Kurven umfahren werden. „Zudem bieten diese auch einen Schutz vor Steinschlag und auch die Reif- und Eisbildung auf der schattigen Fahrbahn während der kalten Jahreszeit gehört dann der Vergangenheit an“, erklärt Planer Hansjörg Fischer.
„Dieser Straßenabschnitt entspricht schon seit langem nicht mehr den geltenden Straßenbaurichtlinien und es passieren, wie auch die Gemeinde immer wieder bemängelt, sehr viele Unfälle auf dieser Strecke“, unterstreicht Bautenlandesrat Mussner. Bei den Unfällen handele es sich zum Großteil um Unfälle mit Blechschäden, die in den Statistiken der schweren Verkehrsunfälle nicht aufscheinen, aber wegen ihrer Häufigkeit trotzdem berücksichtigt werden müssten.
„Eine starke Zunahme des Verkehrs durch die Begradigung der Straße Forst-Töll ist sicherlich nicht zu befürchten“, meint der zuständige Bautenlandesrat. Die Straße werde weiterhin nur zweispurig, und nicht wie oft fälschlicherweise behauptet werde, vierspurig ausgebaut. „Die Straßencharakteristik, also die Merkmale wie etwa die Breite bleiben gleich“, versichert Mussner. Die Begradigung werde nach derzeitigen Berechnungen weder mehr Durchzugsverkehr von Pkws, noch verstärkt LKWs anziehen. Dafür sei die Zeitersparnis, die das Befahren dieser Straße mit sich bringe, einfach zu gering. Während man heute vier bis fünf Minuten von der Töll bis nach Forst brauche, verkürzten künftig die beiden geplanten Tunnels die Fahrzeit um höchstens eine Minute. Diese Begradigung sei also nach Fertigstellung keinesfalls ein „Ausbau zugunsten der Wirtschaftstreibenden“, sondern sei, so Mussner, vielmehr ein unverzichtbarer Gewinn für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Mit flankierenden Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel erreiche man zudem ein Gleichgewicht zwischen Ökonomie und Ökologie, sagt Bautenlandesrat Mussner. So werden Schwerfahrzeuge auch nach dem Bau der beiden Tunnels weder bei der Berg-, noch bei der Talfahrt schneller als 30 Kilometer pro Stunde fahren können. Die Steigung bleibt nämlich mit sechs Prozent immer noch beträchtlich.
„Beim Projekt zur Begradigung dieses Abschnitts bewegen wir uns im üblichen Kostenrahmen – die Maßnahmen auf anderen Teilstücken der Straße im Vinschgau sind kostspieliger“, erklärt der zuständige Abteilungsdirektor für Tiefbau Valentino Pagani.
Laut Landesrat Mussner habe die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer oberste Priorität. Eventuelle Vorschläge der Bürger könnten im Rahmen eines Treffens abgesprochen und innerhalb eines bestimmten Rahmens auch berücksichtigt werden, betont Landesrat Mussner.
SAN