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Graubündner Regierungschef auf Arbeitsbesuch beim Landeshauptmann

(LPA) Naturgemäß stand die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Südtirol und dem Schweizer Kanton Graubünden im Mittelpunkt eines Treffens von Landeshauptmann Luis Durnwalder mit Klaus Huber, dem mit Jahresende scheidenden Regierungspräsidenten Graubündens. Durnwalder und Huber widmeten sich dabei aber auch den großen Themen, der Direkten Demokratie genauso wie der EU-Politik.

Regierungschefs unter sich
Es sind zahlreiche Ebenen, auf denen der Austausch zwischen Südtirol und dem Nachbarkanton Graubünden stattfindet: von der institutionalisierten Zusammenarbeit in der Arge Alp bis hin zu projektbezogener Kooperation etwa im Rahmen des EU-Interreg-Programmes, an dem auch die Schweiz teilnimmt.

Diese vielfältigen Formen der Zusammenarbeit standen heute mittag im Mittelpunkt der Aussprache zwischen Regierungspräsident Huber und Landeshauptmann Durnwalder in der Laimburg. Mit dabei waren auch die Spitzen der jeweiligen Verwaltungen, Kanzleidirektor Claudio Riesen für Graubünden sowie Generaldirektor Adolf Auckenthaler und Abteilungsdirektor Karl Rainer auf Südtiroler Seite.

Im Gespräch ging es zunächst darum, die verschiedenen Projekte Revue passieren zu lassen. Mit Genugtuung stellten Huber und Durnwalder dabei fest, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an einem guten Punkt angelangt sei und sich weitgehend "entkrampft" habe. Durchaus erfreulich sei dabei auch, dass die einst nahezu als Einbahnstraße angelegte Kooperation mittlerweile zu einem Austausch geworden sei: "Es sind nicht mehr nur die Vinschger, die in Graubünden arbeiten, sondern durchaus auch Schweizer Unternehmen, die sich im Vinschgau ansiedeln", so Durnwalder. Positiv vermerkt wurde auch, dass die Arbeitsleistung der Vinschger in der Schweiz auch für die Pensionsversicherung anerkannt würde, was eine zusätzliche Absicherung darstelle.

Ein besonderes Augenmerk legten die Gesprächspartner auf die Interreg-Projekte, die derzeit in Zusammenarbeit zwischen Graubünden und Südtirol abgewickelt werden. Erfreut zeigte sich Huber dabei über die Aussicht, dass sich die Schweiz verstärkt in diesem Programm engagieren wolle und auch bereit sei, größere Summen als bisher darin zu investieren.

Neben der konkreten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ging es schließlich auch um die großen politischen Zusammenhänge im Rahmen der EU-Politik. Und auch die Direkte Demokratie kam heute in der Laimburg zur Sprache, wobei Regierungspräsident Huber seine Erfahrungen mit dem Schweizer Modell darlegte. Allerdings, so die Warnung von beiden Seiten, sei es nicht möglich, gewachsene politische Modelle eines Staates oder einer Region einfach zu importieren.

chr

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