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Familienförderung: KFS-Vorstand bei Familienlandesrätin Kasslatter Mur
LPA - Die Familienförderung war heute (Dienstag, 5. Oktober) Thema im Landhaus 7. Der Vorstand des Katholischen Familienverbandes Südtirol brachte Familienlandesrätin Sabina Kasslatter Mur Vorstellungen und Forderungen des KFS zur Familienförderung vor. Die Familienlandesrätin gab den Spitzenvertretern des 15.600 Mitgliedsfamilien zählenden Verbands Einblick in ihr Dokument zur neuen Familienförderung. Es handle sich dabei um ein Arbeitspapier, über das derzeit beraten werde, so Kasslatter Mur.
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Eingehend wurde bei dem heutigen Gespräch die Frage erörtert, wie vor allem Alleinerziehende gerecht und gleichberechtigt behandelt werden könnten, zumal es schwierig sei, echte Alleinerziehende von jenen zu unterscheiden, die mit einem Partner zusammenleben. Dabei wurden zwei Möglichkeiten diskutiert: das Zusammenleben zu „überwachen“, wie es beispielsweise die Gemeinde Leifers macht; oder die Listen jener Personen zu veröffentlichen, die Wohnbauhilfe, Kindergeld usw. in Anspruch nehmen. Auf diese Weise würde mehr Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit erreicht, so die Teilnehmerinnen der Aussprache.
Der Entwurf von Landesrätin Kasslatter Mur zur Familienförderung geht von den verschiedenen derzeit gelebten Familienformen und Familienstadien aus. Die neuen Vorhaben lassen sich in drei Schwerpunkte gliedern: Familienbildung und Familienbegleitung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und verstärkte finanzielle Unterstützung für Familien mit Kindern und/oder Pflegefällen. Für das kommende Jahr kündigte die Landesrätin die Errichtung des „Familienbüros“ an. "Diese neue Dienststelle wird in erster Linie Initiativen zur Stärkung der Familie unterstützen bzw. durchführen", erklärte die Landesrätin.
Um die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie zu verbessern, seien Sommerkindergärten ebenso wie Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler, der Ausbau der Tagesstätten für Seniorinnen und Senioren sowie des Tagesmutterdienstes und vieles mehr vorgesehen, führte die Landesrätin aus. Was die finanziellen Leistungen angehe, solle ein Landeskindergeld eingeführt, das regionale Familiengeld ausgedehnt und erhöht werden und die Zeiten der Kindererziehung und Pflege für die Rente anerkannt werden.
jw