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Arbeitssicherheit: Baustelle an der Brennerstraße bei Neumarkt als Modell

(LPA) "Die Sicherheit auf den Baustellen zu gewährleisten, ist unser oberstes Ziel." Landesrätin Luisa Gnecchi ließ heute (Dienstag, 5. Oktober) im Rahmen einer Koordinierungssitzung in Neumarkt keine Zweifel aufkommen: Arbeitssicherheit geht vor. Auch auf der Baustelle an der Brennerstraße bei Neumarkt, die die Landesrätin im Anschluss an die Sitzung besuchte.

Von der Planung bis zur Bausführung
An der Brennerstaatsstraße (SS12) bei Neumarkt werden bereits seit einigen Monaten umfangreiche Arbeiten ausgeführt. Seit Anfang Februar wird hier an der Sanierung einer Brücke und der Montage von Lärmschutzwänden gearbeitet. Bereits Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Die Baustelle in Neumarkt gilt als Modell in Sachen Sicherheit, und zwar nicht nur für jene der Arbeiter auf der Baustelle, sondern auch der Autofahrer - zwei Interessen, die sich oft genug gegenseitig auszuschließen scheinen. Nicht so auf der heute von Landesrätin Gnecchi unter die Lupe genommenen Baustelle. Hier hat man im Zuge der Brückenbauarbeiten auf einen einbahngeregelten Gegenverkehr gesetzt, während für die Montage der Lärmschutzwände lediglich die Fahrbahn verengt werden musste. "Die größten Probleme, die wir in der Bauphase in diesem Zusammenhang hatten, waren jene mit Autofahrern, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben", erklärte heute der Projektant, Adriano Ferro.

Um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten, wurden alle notwendigen Maßnahmen sei es in der Phase der Planung, sei es in jener des eigentlichen Baus getroffen. Dies scheint durchaus nicht selbverständlich: Immerhin 63 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle sind auf Fehler bei der Planung zurückzuführen.

Viel Wert wurde deshalb auch auf eine möglichst optimale Kommunikation und Information gelegt: So wurden regelmäßig Koordinierungssitzungen zwischen allen Beteiligten abgehalten. Auch diese Maßnahme, so sind sich die Verantwortlichen einig, habe dazu beigetragen, dass trotz der Beschäftigung von rund 20 Arbeitern auf der Baustelle und der Bauzeit von mehreren Monaten kein Unfall zu verzeichnen war - "einmal abgesehen von einem Motorradunfall, der allerdings auf mangelnde Vorsicht des Fahrers zurückzuführen ist", erklärt Alessandro Bertinazzo, der Verantwortliche für die Bauarbeiten.

Insgesamt wurden in die Sicherheit der Baustelle 50.000 Euro investiert. Die Gesamtkosten der Bauarbeiten, die vom Salurner Unternehmen "Co.Gi." ausgeführt werden, belaufen sich auf 1.330.580 Euro.

"Gerade nach den tragischen Unfällen der letzten Tage kann man nicht genug hervorheben, welche Bedeutung die Sicherheit auf den Baustellen hat", erklärte Landesrätin Gnecchi heute. Auf Baustellen, auf denen das Land Verantwortung trägt, habe bereits ein hoher Sicherheitsstandard erreicht werden können. "Die Erfahrungen, wie wir sie hier auf der Baustelle an der Brennerstraße gemacht haben, können als Beispiel dafür dienen, dass es durchaus möglich ist, Qualität der Bauausführung und Lebensqualität der Arbeiter zusammenzuführen", so Gnecchi.

Man setzt aus diesem Grund auch auf Vorbeugung durch Ausbildung, etwa auf der Lehrbaustelle in Leifers oder über das Pilotprojekt "Hochburg der Sicherheit" in Firmian. Und speziell auf die Straßenbaustellen gemünzt, ergänzt Josef March, Direktor des Bautenressorts: "Wir investieren rund 100 Millionen Euro jährlich in große Projekte und weitere 50 Millionen Euro in die Instandhaltung unseres Straßennetzes. Das Ziel ist, das Straßennetz auf einen möglichst guten Standard zu bringen, ohne dabei zu vergessen, dass die Sicherheit der Arbeiter Vorrang hat. Wie wir dies umsetzen, darüber müssen wir uns gemeinsam Gedanken machen."

chr

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