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Arbeitsmarkt aktuell: Streitfälle und Schlichtungen
(LPA) Um mehr als das Doppelte ist die Anzahl jener Streitfälle im Arbeitsrecht in den letzten fünf Jahren gestiegen, die zur Schlichtung vor dem Arbeitsservice landen. Die häufigsten Ursachen sind unvollständige Entlohnung oder nicht gewährte Urlaube. Dies berichtet die Landesabteilung Arbeit in der neuesten Ausgabe von "Arbeitsmarkt aktuell".
Die aktuelle Ausgabe des Infoblattes "Arbeitsmarkt aktuell" befasst sich mit den Streitfällen im Arbeitsrecht und den diesbezüglichen Schlichtungen. Die vorliegenden Daten bestätigen, dass es immer häufiger zu Konflikten am Arbeitsplatz kommt, die letztendlich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung münden.Bevor das Arbeitsgericht angerufen werden kann, muss eine eigene Kommission beim Arbeitsservice sich mit dem Fall befassen. "Es ist uns ein Anliegen", so die für das Arbeitswesen zuständige Landesrätin Luisa Gnecchi, "dass wir den Arbeitnehmern und den Betrieben eine effiziente Möglichkeit bieten können, den Streitfall außergerichtlich schlichten zu lassen."
Allein in den letzten fünf Jahren ist demnach auch die Zahl der verhandelten Streitfälle um mehr als das Doppelte gestiegen. Meist sind es gleich eine Reihe von Gründen, die zu einem Streitfall führen. In erster Linie drehen sich die Auseinandersetzung aber um unvollständige Entlohnung oder nicht gewährte Urlaube und Feiertage.
"Schlichtungen von Arbeitsstreitfällen sollen die Gerichte entlasten", erklärt der Direktor der Landesabteilung Arbeit, Helmuth Sinn. Schließlich seien dort viele Verfahren anhängig, die sich oft über Jahre hinziehen. "Daher ist oft eine gütliche Lösung vorzuziehen, auch wenn ein Kompromiss meistens einen teilweisen Verzicht auf die Forderung bedeutet", so Sinn.
Auch im öffentlichen Dienst werden Schlichtungsversuche zunehmend von der Kommission beim Arbeitsservice der Landesverwaltung durchgeführt.
chr