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Südtirol-Schlesien: Zusammenarbeit verbessern

LPA - Das Land Südtirol und die Region Oppeln/Opole in Schlesien (Polen) wollen in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten. Dafür hat sich vor Tagen eine Delegation bestehend aus Politik- und Wirtschaftsvertretern aus dem ehemals deutschen Gebiet anläßlich eines Besuches in Bozen ausgesprochen. Erste Wirtschaftsbeziehungen sind von der Bozner Handelskammer mit der dortigen Handelskammer bereits vor einiger Zeit geknüpft worden.

Südtirol-Schlesien: Zusammenarbeit verbessern
Konkret besprochen wurden die verschiedenen Bereiche und Formen der Kooperation bei einem Zusammentreffen mit Landeshauptmann Luis Durnwalder. Zu den Teilnehmern an der Delegation zählten unter anderem der Marshall der Wojewodschaft Oppeln/Opole, Andrzej Kasiura, der Präsident der Wirtschaftskammer Schlesien, Alois Reinert, und deren Geschäftsführer, Roland Kulig. Die Handelskammer Bozen ist bereits seit Jahren mit der Handelskammer Opole in Verbindung und entsendet regelmäßig Wirtschaftsmissionen in diese Region. Wirtschaftlich ist Schlesien eine der bedeutsamsten und fortschrittlichsten Regionen Polens. Nicht nur deshalb ist Schlesien auch für Südtirols Wirtschaft eine sich anbietende Brücke nach Polen und die Wirtschaftskammer Schlesien ist ein bevorzugter Partner der Handelskammer Bozen im neuen EU-Mitgliedsland Polen.


Wesentlich erleichert wurde der Aufbau dieser ersten Wirtschaftskontakte auch durch die Tatsache der gemeinsamen Sprache: viele Schlesier sind deutscher Muttersprache, da in Schlesien nach wie vor eine bedeutende deutsche Minderheit lebt. Andererseits sind in Schlesien, genauso wie in Südtirol, die Klein- und Mittelbetriebe tragende Pfeiler der Wirtschaft. Auf Grund dieser Gemeinsamkeiten konnten bereits gute Handelsbeziehungen zwischen Südtirol und Schlesien aufgebaut werden. Dies zeigen auch die drei erst kürzlich durchgeführten Besuche von Südtiroler Firmen in Schlesien. Die teilnehmenden Betriebe waren von der Ähnlichkeit der schlesischen Firmen mit den eigenen in Südtirol überrascht. Trotz der geografischen Distanz ist die Unternehmensstruktur und -kultur der schlesischen Firmen jener der Südtiroler sehr ähnlich. Auf Grund der hohen Qualität der Produktion und der niederen Arbeitskosten in Schlesien bieten sich Kooperationen für Teilzulieferungen an.

Verstärkt werden soll in Hinkunft die Zusammenarbeit vor allem in den Bereichen Fremdenverkehr, Handel und Dienstleistungen, Fernmeldewesen, Landwirtschaft und Bildung. Besonders wertvolle Anregungen aus Südtirol erwartet man sich darüberhinaus in Schlesien - wie die Vertreter der Wirtschaftsdelegation bei ihrem Besuch in Bozen betonten - inbezug auf eine effiziente Inanspruchnahme der Mittel aus den EU-Strukturfonds.

VFmp

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