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Neue Richtlinien für schnellere Abwicklungen der Straßenbauarbeiten
LPA - Insgesamt zehn wichtige Punkte hat die Arbeitsgruppe zur Beschleunigung der Straßenbauarbeiten heute in Bozen mit Bautenlandesrat Florian Mussner und Vertretern des Baukollegiums diskutiert. Es handelt sich dabei um Richtlinien für die Bauunternehmen aber auch die Planer, damit die Straßenbauarbeiten zügig und problemlos sowie ohne Zusatzkosten vor sich gehen.
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Die wichtigsten Richtlinien, die die Arbeitsgruppe auf Anregung von Bautenlandesrat Mussner ausgearbeitet hat, wurden heute in einer Sitzung besprochen. „Wir wollen in erster Linie, dass die Arbeiten schneller ablaufen und Unanehmlichkeiten für die Bürger wie etwa lange Wartezeiten an den Baustellen oder lange Straßensperren vermieden werden“, betonte Landesrat Mussner. Zudem solle auch Geld gespart werden, da Varianteprojekte nur mehr in Einzelfällen zugelassen würden und nicht automatisch mehr Gewinn für die Baufirmen bedeuten, so der Bautenlandesrat.
„Bereits im Ausführungsprojekt müssen angemessene Fristen für den Bau gesetzt werden“, erklärte der Komiteevorsitzende, Valebtino Pagani . Außerdem können Arbeiten nur mehr in begründeten Ausnahmefällen ausgesetzt werden. Die Winter- und Sommerpausen sollen bereits in der Baufrist enthalten sein. Der Bedarf an Terminverlängerungen soll genauer überprüft werden. Das Kriterium, dass es bei Varianten automatisch eine proportionale Terminverlängerung gibt, soll künftig nicht mehr gelten. Ein verspäteter Arbeitsbeginn kann laut Arbeitsgruppe ausgeschlossen werden, indem bereits in der Ausschreibung der Termin der Arbeitsübergabe festgelegt wird. Wenn das Bauunternehmen die Arbeiten mit Verspätung abschließt, muss konsequent das festgelegte Strafgeld eingehoben werden, fordert die Arbeitsgruppe. In den verschiedenen Bauphasen sind auch mehr Sitzungen mit dem Projektsteurer vorgesehen.
Grundsätzlich gilt es, mehrere Baustellen auf dem selben Streckenverlauf zu vermeiden. Die Arbeitsgruppe möchte pro Tag die Ausführungszeiten über die "verbaute" Geldsumme festlegen. Auch in den Ausschreibungen seien bereits Kriterien für einen geregelten Verkehrsfluss festzulegen. Die Bauunternehmen sollen strengere Vorgaben bekommen, wie etwa, dass in Sonderfällen Samstagarbeit verlangt werden kann oder dass in Tunnels verstärkt nachts gearbeitet wird. Neue Anweisungen zur Baustellenbesichtigung und zu den Terminverlängerungen gibt es auch für die Projektsteurer, Bauleiter und Projektanten.
Einige der Richtlinien werden bereits eingehalten. Die Bauunternehmen sollen in Kürze durch ein Rundschreiben auf die neuen Leitlinien aufmerksam werden.
SAN