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Verkehrsprobleme gemeinsam angehen

(LPA) Um die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Lösung gemeinsamer Verkehrsprobleme ging es gestern in einer Aussprache von Verkehrs-Landesrat Thomas Widmann mit seinem Trentiner Amtskollegen Silvano Grisenti. Im Mittelpunkt standen die Probleme rund um die Autobahn und die Schiene.

LR Widmann (rechts) und sein Trentiner Amtskollege Grisenti
Verkehrsprobleme halten sich - vor allem in einem Transitland wie Südtirol - bekanntlich nicht an Staats- oder Landesgrenzen. Entsprechend können sie auch nicht im politischen Alleingang gelöst werden. Unter diesen Vorzeichen trafen sich gestern die beiden Verkehrs-Landesräte von Südtirol und des Trentino, Thomas Widmann und Silvano Grisenti, um an gemeinsamen Strategien für die Lösung der drängendsten verkehrstechnischen Probleme zu arbeiten.

Erstes Sorgenkind ist dabei natürlich der Schwerverkehr auf der Brennerautobahn, der durch Südtirol genaus wie durch die Nachbarprovinz Trient rollt. "Und zwar in einem für die Bevölkerung und auch aus Sicht der Mobilität unerträglichen Ausmaß", wie Landesrat Widmann betont. Mit gemeinsamen Aktionen soll daher versucht werden, den Schwerverkehr verstärkt von der Straße auf die Schiene zu bringen. "Erster Ansatzpunkt ist natürlich die Rollende Landstraße, die derzeit von österreichischer Seite am Brenner endet und dort jede Menge Lkw ausspuckt, die auf der Straße durch unsere Länder rollen", so Widmann.

In gemeinsamen Verhandlungen mit den verschiedenen Anbietern des Schienengütertransports und kombinierten Verkehrs sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, den Schwerverkehr verstärkt auf die Eisenbahn zu verlagern. Gefördert werden soll dieser Umstieg auch durch die Schaffung entsprechender Anreize, die gestern ebenfalls angedacht wurde.

Ein zweiter Schwerpunkt wurde im gestrigen Gespräch auf die Einrichtung von Kontrollstellen für Lkw gelegt: "Wir müssen sowohl fixe als auch mobile Kontrollstellen schaffen, mit denen wir in der Lage sind, all jene Schwerfahrzeuge von vornherein von der Straße zu holen, die schon allein wegen ihres technischen Zustandes nicht dorthin gehören", so Widmann. Als Standorte für die fixen Kontrollstellen wurden gestern Sterzing und San Michele in Erwägung gezogen.

Schließlich stand auch noch der "interregionale" Zugverkehr auf der Tagesordnung des gestrigen Gespräches. "Wir waren uns einig, dass wir auf technischer Ebene zusammen mit Trenitalia prüfen, inwieweit der Stundentakt auch für die Strecke Bozen-Trient eingeführt werden kann", erklärt Verkehrs-Landesrat Thomas Widmann.

chr

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