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Vorstellung der Gesundheitsreform am Sanitätsbetrieb Bruneck
(LPA) Nach Brixen wurden nun auch am Sanitätsbetrieb Bruneck den Bediensteten Ziele und Ausrichtung der Modernisierungsmaßnahmen im Gesundheitswesen von Landesrat Richard Theiner vorgestellt. Generaldirektor Hans Willeit und Sanitätsdirektor Davide Willeit stellten die konkreten Vorschläge für die Departements im Sanitätsbetrieb Bruneck vor. "Im Vordergrund steht bei den Treffen der Dialog mit den Mitarbeitern des Sanitätsbetriebes", so Theiner.
Der Gesundheits-Landesrat erläuterte vor rund 150 Beschäftigten des Sanitätsbetriebes Bruneck die Schwerpunkte der Modernisierungsmaßnahmen im Südtiroler Gesundheitswesen. Zur Erhaltung eines leistungsfähigen, flächendeckenden öffentlichen Gesundheitswesens sei vor allem eine bessere Zusammenarbeit unter den Krankenhäusern notwendig, so Theiner. "In diesem Sinne sind auch die Errichtung von Departements und die Definition von einheitlichen Betreuungsprotokollen zu verstehen."Besondere Bedeutung werde zukünftig auch der Prävention zukommen. "Ein klares Konzept bestehend aus den drei Punkten weniger Rauchen, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung wird schrittweise umgesetzt werden", so der Landesrat. Der kürzlich von der Landesregierung verabschiedete Gesetzentwurf zum Schutz der Nichtraucher sei bereits Teil dieses Konzeptes.
"Im Verwaltungsbereich wird es Veränderungen in Form von Zusammenlegung bestimmter Aufgabenbereiche geben", erklärte der Landesrat. Die konkreten Maßnahmen würden von den Verantwortlichen der Sanitätsbetriebe und Theiners Ressort nach Konsultation mit den Gewerkschaften noch im laufenden Jahr vorgelegt.
Im Anschluss an die Ausführungen von Landesrat Theiner erläuterten der Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Bruneck, Hans Willeit, und Sanitätsdirektor Davide Willeit die konkreten Zukunftspläne für den Sanitätsbetrieb Bruneck, insbesondere die Schaffung von fünf Departements.
So wird es im Krankenhaus Innichen ein Departement zwischen Chirurgie und Pädiatrie geben. Dazu kommt ein Notfalldepartement, das die Abteilungen Erste Hilfe, Notdienst 118, Anästhesie, Orthopädie und Traumatologie, Chirurgie und Medizin des Krankenhauses Bruneck ebenso umfasst wie die Abteilungen Notdienst 118, Chirurgie, Medizin, Subintensiv und Anästhesie von Innichen. Das dritte Departement wird jenes für Chirurgie am Krankenhaus Bruneck, dem die Abteilungen Anästhesie, Chirurgie, Augen und Zahnheilkunde eingegliedert werden. Das Transmurale Departement im Laborbereich mit den beiden Labors in Bruneck und Innichen und den drei peripheren Blutentnahmestellen bildet das vierte Departement. Nummer fünf ist schließlich jenes, das die Abteilungen Interne Medizin, Neurologie und Dermatologie umfasst.
Die Schaffung der Departements soll vor allem der Steigerung der Behandlungsqualität dienen und die Kosten senken. Dazu kommt, dass die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den beteiligten Abteilungen stark verbessert wird und dadurch auch Wartezeiten abgebaut werden können.
chr