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Überschwemmung Martell: Landeshauptmann übergibt Edison-Entschädigungen

Ein laut Landeshauptmann Luis Durnwalder "langer, verzwickter und unsicherer Prozess" hat heute nachmittag in Bozen ein positives Ende gefunden. Fast genau 17 Jahre nach der Überschwemmungskatastrophe im Martelltal konnte der Landeshauptmann den Betroffenen jene Entschädigungssummen weiterreichen, die sich die Edison AG nach langwierigen Verhandlungen zu bezahlen bereit erklärt hatte.

Erfolg nach 17 Jahren
"Es ist höchst an der Zeit, dass die Schadenersatzprozesse mit der Edison AG nun mit einem Vergleich abgeschlossen worden sind", so Landeshauptmann Durnwalder heute. Insgesamt wechseln auf der Grundlage des Vergleichs rund 24 Millionen Euro den Besitzer.

In diese Summe fließen mehrere Posten: Zum einen 12,186 Millionen Euro, die das Land für die eigenen Schäden aufgrund der Überschwemmung erhält, ebenso wie für die an die privaten Betroffenen vorgestreckten Entschädigungen. Eine Summe von 6,207 Millionen Euro betrifft dagegen einen weiteren Streitfall des Landes mit der Edison AG, und zwar die Bonifizierung des von einer Vorgängerfirma der Edison (Montedison AG) verseuchten Gewerbegrundes in Sinich.

An die privaten Betroffenen sowie die von der Marteller Flutkatastrophe geschädigten Gemeinden Latsch und Martell gehen rund 5,17 Millionen Euro. Landeshauptmann Luis Durnwalder konnte heute den Bürgermeistern der beiden Gemeinden die entsprechenden Entschädigungsschecks über rund 200.000 Euro (Latsch) bzw. 306.000 Euro (Martell) überreichen. Einen weiteren Scheck konnte ein Vertreter des Komitees für Sicherheit am Stausee stellvertretend für die privaten Geschädigten in Empfang nehmen. Die insgesamt rund 300 Betroffenen haben ihre Entschädigungen laut dem Landeshauptmann bereits gestern bekommen.

Der Landeshauptmann zeigte sich heute sehr erfreut über den Kompromiss, der erreicht wurde, ohne dass die Schuldfrage endgültig gerichtlich geklärt worden ist. Aber: Die Zahlungen der Edison würden beweisen, dass man sich zumindest nicht unschuldig wähne, so die Einschätzung von Durnwalder: "Der Kompromiss konnte nur durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen allen Betroffenen, den Gemeinden, den Anwälten und der Anwaltschaft des Landes erreicht werden", so der Landeshauptmann, der daran erinnerte, dass die Edison AG sich ursprünglich zu einer Höchstzahlung von nur fünf Milliarden Lire bereit erklärt habe.

Landesrat Richard Theiner dankte bei der heutigen Scheckübergabe dem Landeshauptmann für seine Beharrlichkeit und seinen Einsatz, die dazu geführt hätten, dass die Betroffenen nun nach so langer Zeit zu ihrem Recht gekommen seien.

chr

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