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LR Hans Berger trifft Staatsminister Steffen Flath (Sachsen)

LPA - Zu einer ersten ausführlichen Kontaktaufnahme ist es in diesen Tagen zwischen den Landwirtschaftsverantwortlichen von Sachsen und von Südtirol gekommen. Am gestrigen Montag haben sich Landesrat Hans Berger und Steffen Flath, Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt des Bundeslandes Sachsen, zu einer Aussprache getroffen. Staatsminister Flath hält sich zur Zeit zu einem Kurzurlaub in Eppan auf.

LR Hans Berger trifft Staatsminister Steffen Flath (Sachsen)
Am Beginn des Gespräches stand ein Informationsaustausch über die Situation der Landwirtschaft in den beiden Ländern. Dabei kam deutlich zum Ausdruck, dass Sachen und Südtirol sehr unterschiedliche landwirtschaftliche Strukturen haben.
Auf 4,8 Millionen Einwohner in Sachsen entfallen nur etwa 6000 bäuerliche Betriebe. Südtirol zählt hingegen (bei einer Einwohnerzahl von rund 470.000) 26.500 landwirtschaftliche Betriebe. Die durchschnittliche Betriebsgröße in Sachsen liegt bei etwa 150 Hektar, in Südtirol bearbeitet ein Betrieb im Durchschnitt 3,8 Hektar Wiesen, Wein – oder Obstbau. In Sachsen wird der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Fläche mit Getreide, Energiepflanzen und Zuckerrüben bepflanzt. Der größte Teil der Betriebe wird in Sachsen über Pachtverträge bearbeitet, sodass etwa 90 Prozent der bearbeiteten Flächen Fremdeigentum sind. In Südtirol ist dieses Verhältnis auf den Kopf gestellt; hier werden 90 Prozent der Flächen vom Eigentümer bearbeitet.
Diese sehr unterschiedlichen Agrarstrukturen haben natürlich zur Folge, dass sich auch die grundsätzlichen Probleme in Sachsen, und Südtirol sehr unterscheiden. Während in Sachsen Flächenstilllegungsprämien stark beansprucht werden, steht diese Maßnahme in Südtirol außer Diskussion, sagt Landesrat Hans Berger.
Trotz der vielen Gegensätze gab es auch viele Gemeinsamkeiten zu besprechen. Bei der Umsetzung der Agrarreform wurde ein Vergleich gezogen, ebenso wurden die Maßnahmen zur Erhaltung des ländlichen Raumes besprochen. Die Erhaltung des ländlichen Raumes ist in Sachsen, wie in Südtirol die größte Herausforderung der kommenden Jahre. Dabei ist nicht nur die Landwirtschaftspolitik gefordert, so Landesrat Hans Berger.
Große Bewunderung hat Staatsminister Flath für die vielfältige Südtiroler Landschaft und den Fleiß der Südtiroler Bauern geäußert. "Ich habe in Südtirol die nötige Kraft für die Landtagswahlen in Sachsen am kommenden 19. November getankt", sagte Staatsminister Flath. Dem ersten Gespräch in Eppan soll bald ein tief greifender Meinungsaustausch auf politischer und technischer Ebene folgen, waren sich Staatsminister Steffen Flath und Landesrat Hans Berger zum Abschluss des Treffens einig.

VFrl

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