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Zivilschutzgeräte auf dem Weg nach Bolivien

LPA – Im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit mit Bolivien hat das Land dieser Tage Geräte zum Aufbau von Zivilschutzeinrichtungen nach La Paz geschickt. In der bolivianischen Hauptstadt soll mit Südtiroler Unterstützung ein effizientes Zivilschutzsystem aufgebaut werden.

Dieses geländegegängige Fahrzeug befindet sich auf dem Weg nach Bolivien.
Ein Container, voll beladen mit Geräten für den Zivilschutz, ist vergangene Woche von Bozen in Richtung Bolivien „verschickt“ worden. Die im Land nicht mehr benötigten Fahrzeuge und Geräte wurden per LKW nach Bremerhaven transportiert. Vom deutschen Hafen aus werden sie in etwa einem Monat Bolivien auf dem Seeweg erreichen. Zwei Autos, drei Generatoren, eine Betonmischmaschine, eine Wasserpumpe, an die 30 Telefone und ähnliche Geräte mehr sollen dazu beitragen, dass La Paz sich in Zukunft besser vor Unwetterkatastrophen schützen kann.

Schon seit Jahren verbindet den Andenstaat Bolivien und Südtirol eine Zusammenarbeit. Eine Unwetterkatastrophe im Jahr 2002, bei der 27 Menschen ihr Leben verloren, hat in der Hauptstadt La Paz zur Einsicht geführt, dass nur ein nachhaltiges Verbauungsprogramm der vielen Wildbäche rund um die Neun-Millionen-Stadt und ein effizientes Zivilschutzsystem weitere Katastrophen verhindern können.

Bei einem Besuch in Bolivien hat Landeshauptmann Luis Durnwalder 2003 mit der Stadtverwaltung von La Paz ein Abkommen für die Zusammenarbeit im Zivilschutz und der zivilen Sicherheit geschlossen. Der Bürgermeister von La Paz, Juan Del Granado, hat sich im vergangenen Jahr vor Ort ein Bild über das Südtiroler Zivilschutz- und das Wildbachverbauungswesen gemacht.

Die Vereinbarung mit den Stadtverwaltern von La Paz sieht auch eine Unterstützung bei der Verbauung von Flussläufen vor. Das Land will zum einen mit einer Finanzspritze von insgesamt 138.000 Euro helfen, stellt zum anderen aber auch das Wissen seiner Techniker und in Südtirol nicht mehr benötigte Maschinen zur Verfügung.

Im vergangenen Frühjahr waren die beiden Landestechniker Ludwig Nössing und Paul von Heppberger in La Paz, um die Planungsarbeit für die von Südtirol unterstützten Projekte in die Wege zu leiten. „Wir haben auch versucht, unsere Erfahrung in der Erosionsbekämpfung einzubringen“, berichtet Ludwig Nössing. In La Paz sei man zudem darüber überein gekommen, dass bolivianische Techniker im Herbst nach Südtirol reisen, um zum einen wichtige Informationen über das Zivilschutzsystem zu erhalten, aber auch um die Methoden der Wildbachverbauung kennen zu lernen.

ohn

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