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Planungswettbewerb Bibliothekenzentrum Bozen: Die Ergebnisse
LPA - Keinen ersten Preis hat die Wettbewerbsjury am heutigen Donnerstagabend für die 200 beim Planungswettbewerb für das Bozner Bibliothekenzentrum eingereichten Projekte vergegeben. Drei Tage lang hat die Jury die Projekte überprüft, die bei dem vom Land ausgeschriebenen Wettbewerb eingegangen sind. Gleich fünf Projekten wurde Ex-equo der zweite Preis zuerkannt. Für weitere fünf Projekte werden die Spesen rückerstattet. In einem nächsten Schritt sollen nun die besten Aspekte der jeweiligen fünf Projekte auf dem zweiten Platz weiterentwickelt werden.
Am Dienstag und Mittwoch sowie am heutigen Donnerstag hat die Wettbewerbsjury die verschiedenen eingereichten Projekte und die jeweiligen Modelle jeweils fünf verschiedenen Gesamtprüfungen unterzogen. Zuvor haben zwei weitere Gremien die Technik und Funktionalität der eingereichten Projekte begutachtet. Die Jury hat schließlich heute Abend einstimmig entschieden, keinen ersten Preis zu vergeben. Fünf Projekten hat sie Ex-equo den zweiten Preis zuerkannt. Laut Jury habe es nämlich mehrere „ausgezeichnete Projekte“ gegeben. Jedes der Projekte hätte bezüglich verschiedener Aspekte besonders gute Lösungen, so die Jury. In einem nächsten Schritt sollen nun die besten Aspekte der jeweiligen fünf Projekte weiterentwickelt werden. Ziel soll es sein, ein in Beziehung auf die kulturelle Sensibilität so weit entwickeltes Projekt zu erhalten, das mehrheitlich Anerkennung findet.Die fünf zweiten Preise gehen an Arch. BDA Peter Dürschinger aus Fürth (Deutschland), Dipl. Ing. Bernhard Gössler aus Berlin (Deutschland), Dipl. Ing. Arch. BDA Ludwig Karl aus München (Deutschland), Dr. Arch. Christoph Mayr Fingerle aus Bozen (I) und Dr. Arch. Sandra Morello Zoderer aus Terenten.
Bewertet wurden vor allem die Funktionalität und die Morphologie der Projekte. Die Kommission hat außerdem darauf geachtet, ob sich die Bauten in das Stadtbild fügen und sich nicht zu sehr von den bestehenden Bauten abheben. Die Kommission hat vorab kein Urteil über Lösungen, die den Erhalt bereits bestehender Bauten auf dem künftigen Bibliotheksareal vorsehen und Lösungen, die einen radikalen Neubau bedeuten, abgegeben.
In der Wettbewerbskommission saßen: Dr. Arch. Josef March als Vertreter des Landes und Kommissionspräsident, Dr. Arch. Roman Delugan, Freiberufler und Experte für die architektonischen Aspekte, Dr. Arch. Silvano Bassetti, Urbanistikstadtrat der Gemeinde Bozen, Dr. Arch. Wolfgang Piller als Vertreter der Architektenkammer, Dr. Ing. Giorgio Rossi als Vertreter der Ingenieurkammer, Dr. Prof. Wolfram Henning von Hochschule der Medien Stoccarda Deutschland als Experte für die funktionellen und organisatorischen Aspekte von Bibliotheken, Dr. Arch. Paola Vidulli von der Universität Mailand als Experte für Bibliotheksprojekte, Diplombibliothekarin Verena Pernthaler vom Landesamt für Bibliotheken und Dr. Ing. Antonio Bacchin, der Direktor der italienischen Landesabteilung für Kultur.
Eine Kostenrückerstattung bekommen Dipl. Ing. Hans Jürgen Dietrich aus Stuttgart (Deutschland), Arch. Dieter Heigl aus Grünwald (Deutschland), Dipl. Ing. Arch. Thomas Kühn aus Regensburg (Deutschland), Dipl. Ing. Rainer Pirker aus Wien (Österreich) und Dipl. Ing. Arch. Hermann Wimmer aus München (Deutschland).
Den dritten Preis hat die Jury einstimmig nicht vergeben.
Anlage: die fünf Projekte.
SAN