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Ausbau der Schulpsychologie stärkt Kinder und Jugendliche
Mehr Fachkräfte für psychische Gesundheit von Jugendlichen - Organisatorische Voraussetzungen sind geschaffen - Besetzungen laufen
BOZEN (LPA). Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in ihrer psychischen Gesundheit an den Schulen wird ausgebaut. Eine gute psychologische Unterstützung ist nicht nur für den Lernerfolg und das Wohlbefinden von Jugendlichen zentral, sondern auch ein wichtiger Baustein der präventiven Medizin. Mit einer deutlichen personellen Aufstockung wird dieses Angebot an den Schulen nun nachhaltig gestärkt. Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit Hubert Messner betont: "Wir schaffen verlässliche und qualifizierte Unterstützung, damit Schülerinnen und Schüler bei ersten Anzeichen von Belastung rasch und kompetent begleitet werden können."
Bisher waren in Südtirol fünf Schulpsychologinnen und Schulpsychologen im deutschen Schulbereich tätig. Mit einer Stellenplanerweiterung im Juli 2025 wurden landesweit 10 zusätzliche Schulpsychologenstellen geschaffen. Auch wenn bislang noch nicht alle Stellen besetzt werden konnten, haben sich bedeutende Aufstockungen für den Dienst ergeben: Im Gesundheitsbezirk Bozen sind ab sofort Schulpsychologinnen und Schulpsychologen im Ausmaß von 7 Vollzeitstellen im Einsatz, in Meran und Bruneck jeweils zwei, in Brixen ist eine Vollzeitstelle besetzt. "Eine starke Schulpsychologie hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit Schulen und Eltern Lösungen zu erarbeiten. Mit der personellen Aufstockung investieren wir gezielt in Prävention und in das Wohlbefinden unserer Schülerinnen und Schüler", erklärt Bildungslandesrat Philipp Achammer.
Das seit 2022 bestehende Projekt der Schulpsychologie an den deutschen Schulen konnte letzthin mit der Organisation von Fortbildungen und durch eine engere Vernetzung der Schulpsychologinnen und -psychologen im Land wesentlich vorangetrieben werden. An der Weiterentwicklung des Modells arbeiten die Psychologischen Dienste des Südtiroler Sanitätsbetriebs, die Schulämter aller drei Sprachgruppen sowie die Psychologenkammer gemeinsam. Als weiterer Schritt für 2026 ist geplant, die Arbeit der Schulpsychologinnen auf alle drei Sprachgruppen auszudehnen.
red/kat

