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Weltgesundheitstag: Informationsstand zu Gesundheitsberufen in Bozen
(LPA) Den heutigen Weltgesundheitstag hat das Gesundheitsressort des Landes zum Anlass genommen, Interessierte über die Gesundheitsberufe und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Aus diesem Grund hat man einen Informationsstand in der Bozner Mustergasse aufgebaut, an dem die Passanten auch mit Landesrat Richard Theiner direkt ins Gespräch kommen konnten.
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Eine ganze Stunde hat sich Landesrat Theiner heute vormittag Zeit genommen, um persönlich am Stand anwesend und für Fragen der Passanten verfügbar zu sein. "Dem Gesundheitspersonal kommt eine ganz zentrale Rolle zu, wenn es darum geht, effiziente Dienste anzubieten", so Theiner. Schließlich beurteile der Patient die Effizienz und die Qualität der Dienste vor allem auch auf der Basis seines direkten Kontaktes mit den verschiedenen Mitarbeitern. "Sich für einen solchen Beruf zu entscheiden, heißt demnach auch, Verantwortung für die Gesellschaft zu tragen - eine Entscheidung die wir anerkennen und unterstützen müssen", erklärte der Landesrat heute.
Theiner gab heute auch einige zentrale Daten zu den Gesundheitsberufen bekannt: So arbeiten in Südtirols Gesundheitswesen 8870 Personen, 5910 davon im direkten Kontakt mit den Patienten. Rund 70 Prozent des Gesundheitspersonals stellen die Frauen. Insgesamt machen die Kosten für das Personal 44,3 Prozent der laufenden Ausgaben im Gesundheitsbereich aus.
Bedarf herrsche nach wie vor vor allem im Bereich des Pflegepersonals. "Unsere Aufgabe ist, mit einer entsprechenden Ausbildung und der notwendigen Anerkennung Karrierechancen zu schaffen, die jungen Menschen Anreiz sind, in die Pflegeberufe einzusteigen", so Gundula Gröber, Vorsitzende des Berufsverbandes der Krankenpfleger.
Was den Bereich der Ausbildung betrifft, so wird das nicht-ärztliche Gesundheitspersonal an der "Claudiana" ausgebildet. Seit ihrer Gründung 1996 wurden 979 Personen in den verschiedenen Gesundheitsbereichen ausgebildet, 577 davon waren Pfleger. Heute ist ein Stand von rund 200 Personen erreicht, die sich jährlich an der "Claudiana" ausbilden lassen, wobei die allermeisten nach dem Abschluss ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz im Landesgesundheitsdienst oder den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft finden. In jedem Fall werden die Diplome der "Claudiana" europaweit anerkannt und können auch als Basis für weitere Studien an den Universitäten gelten.
"Moderne Strukturen und neueste Technologie sind leere Hülsen, wenn sie nicht von effizientem, fachkompetentem Personal mit Leben gefüllt werden, das zudem in der Lage ist, auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen", so das Fazit von Veronika Rabensteiner, Direktorin des Landesamtes für die Ausbildung des Gesundheitspersonals.
chr